Warum Fan-Zonen heute anders funktionieren
3 Min. Lesezeit | 15.07.2026
2025 Talent Development Summit | EN 15
Andreas Terler
Editor

Große Fußballturniere schaffen Aufmerksamkeit. Fan-Zonen gehören längst genauso zum Turnier wie das Spiel selbst. Großbildleinwände, Foodtrucks, Musik und Sponsorenflächen sind heute nahezu überall Standard.

Trotzdem bleiben manche Fan-Zonen länger in Erinnerung als andere. Nicht, weil sie größer sind oder mehr bieten. Sondern weil sie Besucher nicht nur zuschauen lassen, sondern selbst Teil des Geschehens machen.

Wer heute eine Fan-Zone plant, steht vor einer anderen Herausforderung als noch vor wenigen Jahren. Sichtbarkeit allein reicht nicht mehr aus. Marken konkurrieren nicht nur miteinander, sondern mit unzähligen Eindrücken, die Besucher innerhalb weniger Stunden erleben. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht mehr: Wie machen wir auf uns aufmerksam? Sondern: Wie schaffen wir einen Moment, an den sich Menschen erinnern?

Mitmachen statt Zuschauen

Die Antwort liegt häufig nicht in einer größeren Bühne oder einem spektakuläreren Messestand. Sondern darin, Besuchern die Möglichkeit zu geben, selbst aktiv zu werden. Wer heute eine Fan-Zone plant, steht vor einer anderen Herausforderung als noch vor wenigen Jahren.

Genau das wurde während der UEFA EURO 2024™ deutlich. Als Teil der Fan-Zonen in München und Berlin verwandelten zwei skills.lab Cubes eine klassische Markenfläche von Hisense™ in eine interaktive Fußball-Challenge. Statt ein Produkt zu betrachten oder an einem Gewinnspiel teilzunehmen, standen die Besucher selbst im Mittelpunkt. Nach einer kurzen Registrierung ging es sofort los, Live-Highscores, Ranglisten und attraktiven Preisen inklusive.

Challenges sorgen für mehr Dynamik

Das Konzept ganz einfach. Jeder Teilnehmer absolvierte eine 60-sekündige Challenge und sofort war der nächste Spieler bzw. die nächste Spielerin an der Reihe. Dadurch entstand ein kontinuierlicher Spielfluss, der den ganzen Tag über für eine besondere Atmosphäre sorgte.

Die Zahlen zeigen, wie gut dieses Prinzip funktionierte:

17.015 aktive Spieler an beiden Standorten

– durchschnittlich 576 Teilnehmer pro Tag

– mehr als 7 Stunden aktive Nutzung jeden Tag

Mindestens genauso spannend wie diese Zahlen war jedoch das Verhalten der Besucher. Kaum jemand versuchte nur einmal sein Glück, sondern wollte den eigenen Score sofort wieder toppen. Dadurch bildeten sich rund um den Cube ganz natürlich kleine Gruppen, in denen die Ball- und Punktejagd verfolgt wurde.

Darüber hinaus hielten viele Besucherinnen und Besucher das Geschehen auch auf ihren Smartphones fest und teilten ihre Leistungen auf Social Media. Aus aktiven Teilnehmern wurden dadurch ganz selbstverständlich Multiplikatoren, die das Erlebnis und damit auch die Marke weit über die eigentliche Fan-Zone hinaustrugen. Die Aktivierung war damit weit mehr als eine einzelne Station innerhalb der Fan-Zone. Sie wurde zu einem Ort, an dem Menschen bewusst Zeit verbrachten und den sie gerne immer wieder aufsuchten.

Marken werden Teil des Erlebnisses

Für Marken verändert sich dadurch auch die Rolle einer Fan-Zone. Lange Zeit ging es vor allem darum, sichtbar zu sein. Logos, LED-Wände oder Produktflächen sorgten dafür, dass Besucher eine Marke wahrnahmen.

Interaktive Formate gehen einen Schritt weiter. Sie schaffen Momente, in denen Besucher nicht nur mit einer Marke in Kontakt kommen, sondern sie aktiv erleben.

Bei der UEFA EURO 2024 wurde genau das sichtbar. Hisense integrierte den Cube vollständig in die Markenwelt, von der Gestaltung bis zu den Challenges und Preisen. Durch die Registrierung vor jeder Challenge entstanden wertvolle Kontakte, die es ermöglichten, Besucher auch nach dem Event weiter anzusprechen.

Eine neue Form des Fan Engagements

Mit der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zeigt sich dieser Wandel bereits bei der nächsten großen Turnierbühne.

In Madrid setzen Movistar und der spanische Fußballverband (RFEF) erneut auf interaktive Fußball-Challenges als festen Bestandteil ihrer offiziellen Fan-Zone. Besucher schauen nicht nur gemeinsam die Spiele – sie treten selbst an, messen sich mit anderen und werden Teil des Geschehens.

Genau darin zeigt sich, wohin sich Fan-Zonen entwickeln. Sie sind längst mehr als Orte, an denen Fußball übertragen wird. Sie werden zu Orten, an denen Fußball erlebt wird. Denn Aufmerksamkeit bringt Menschen in die Fan-Zone. Was sie dort hält, ist die Möglichkeit, selbst mitzuspielen.

Der Cube bei der UEFA EURO 2024

Wenn aus Zuschauern Teilnehmer werden

Fußball-Challenges, Live-Ranglisten und spielerischer Wettbewerb machten während der UEFA EURO 2024™ aus tausenden Besuchern aktive Teilnehmer.

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